Fassade

Fassade Glossar
1. Definition
2. Arten von Fassaden
2.1. Massivfassaden
2.2. Vorhangfassaden
2.3. Putz- und Dämmfassaden
2.4. Holzfassaden
2.5. Klinkerfassaden
3. Funktionen der Fassade
3.1. Schutzfunktion
3.2. Ästhetische Funktion
3.3. Energetische Funktion
4. Planung und Gestaltung
4.1. Materialien
4.2. Farben und Oberflächen
4.3. Fassadenbegrünung
5. Konstruktion und Technik
5.1. Tragschicht und Bekleidung
5.2. Dämmsysteme
5.3. Belüftung und Entwässerung
6. Wartung und Instandhaltung
6.1. Regelmäßige Inspektion
6.2. Reinigung
6.3. Reparaturen
7. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
7.1. Optimierte Dämmung
7.2. Nachhaltige Materialien
7.3. Solarfassaden
8. Beispiele und Fallstudien
8.1. Moderne Glasfassade
8.2. Fassadendämmung für ein Altbau
9. Tipps und Best Practices
9.1. Fachkundige Planung
9.2. Materialauswahl
9.3. Nachhaltigkeit und Umwelt
9.4. Regelmäßige Wartung
Fazit

Fassade Glossar

1. Definition

Die Fassade ist die äußere Hülle eines Gebäudes. Sie prägt nicht nur das architektonische Erscheinungsbild, sondern hat auch funktionale Aufgaben, wie den Schutz vor Witterungseinflüssen, Schall- und Wärmedämmung sowie Einfluss auf die Energieeffizienz des Gebäudes.

2. Arten von Fassaden

2.1. Massivfassaden

Massivfassaden bestehen aus massiven Materialien, die sowohl tragend als auch schützend wirken.

  • Stein: Naturstein, Ziegel, Beton.
  • Beton: Stahlbeton, Sichtbeton.

2.2. Vorhangfassaden

Vorhangfassaden sind nichttragende Fassaden, die vor die tragende Struktur des Gebäudes gehängt werden.

  • Glasfassaden: Tragkonstruktion aus Metall, oft in modernen Bürogebäuden verwendet.
  • Aluminiumfassaden: Aluminium als Hauptmaterial, leicht und korrosionsbeständig.
  • Kompositmaterialien: Verbundwerkstoffe für spezifische Anwendungen.

2.3. Putz- und Dämmfassaden

Fassaden, die aus einem tragenden Mauerwerk bestehen und mit einer Putzschicht versehen sind, oft in Kombination mit Dämmsystemen.

  • WDVS (Wärmedämmverbundsysteme): Kombination aus Dämmung und Putz.

2.4. Holzfassaden

Holzfassaden bieten eine natürliche Optik und werden sowohl in traditionellen als auch modernen Bauweisen eingesetzt.

  • Horizontale/vertikale Verschalung: Brett- oder Plattenmaterial aus Holz.

2.5. Klinkerfassaden

Klinker sind gebrannte Ziegel, die besonders widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse sind und eine charakteristische Optik bieten.

3. Funktionen der Fassade

3.1. Schutzfunktion

  • Wetterschutz: Schutz vor Regen, Wind, Schnee und UV-Strahlung.
  • Schallschutz: Reduzierung des Lärms von außen durch entsprechende Dämmmaterialien.
  • Brandschutz: Verwendung von feuerfesten Materialien zur Erhöhung der Gebäudesicherheit.

3.2. Ästhetische Funktion

  • Design und Stil: Beeinflussung des architektonischen Gesamteindrucks durch Materialien, Farben und Formen.
  • Integration ins Umfeld: Anpassung an die Umgebung und Einbindung in das Stadtbild.

3.3. Energetische Funktion

  • Wärmedämmung: Verbesserung der Energieeffizienz durch Isolation.
  • Klimaregulierung: Unterstützung der natürlichen Belüftung und Temperaturregulierung.

4. Planung und Gestaltung

4.1. Materialien

Die Auswahl der Materialien richtet sich nach den funktionalen Anforderungen und gestalterischen Vorstellungen.

  • Beständigkeit: Langlebige, witterungsbeständige Materialien.
  • Pflegeaufwand: Materialien mit geringem Wartungsaufwand und hoher Reinigungsfreundlichkeit.

4.2. Farben und Oberflächen

  • Farbgebung: Harmonisierung mit dem Umfeld, Berücksichtigung von Bauvorschriften.
  • Oberflächenstruktur: Glatte oder strukturierte Oberflächen je nach gewünschtem Effekt.

4.3. Fassadenbegrünung

  • Kletterpflanzen: Einsatz von Rankhilfen und Kletterpflanzen zur Begrünung.
  • Hydrokultur: Verwendung von Pflanzenbehältern und Bewässerungssystemen.

5. Konstruktion und Technik

5.1. Tragschicht und Bekleidung

  • Tragendes Mauerwerk: Mauerwerk als tragende Schicht, bei Massivfassaden auch gleichzeitig Bekleidung.
  • Unterkonstruktion: Metall- oder Holzunterkonstruktionen für Vorhangfassaden.

5.2. Dämmsysteme

  • Innendämmung: Dämmmaterialien innerhalb der Gebäudestruktur.
  • Außendämmung: WDVS, hinterlüftete Vorhangfassaden mit Dämmung.

5.3. Belüftung und Entwässerung

  • Hinterlüftung: Belüftete Fassadensysteme zur Vermeidung von Feuchtigkeitsproblemen.
  • Entwässerungssysteme: Integration von Regenrinnen und Abflüssen.

6. Wartung und Instandhaltung

6.1. Regelmäßige Inspektion

  • Visuelle Kontrolle: Regelmäßige Sichtprüfung auf Schäden und Verschmutzungen.
  • Funktionstests: Prüfung der Befestigungssysteme, Dichtungen und Entwässerungseinrichtungen.

6.2. Reinigung

  • Reinigungsmethoden: Mechanische und chemische Reinigungstechniken je nach Material.
  • Schutzmaßnahmen: Anwendung von schützenden Beschichtungen und Imprägnierungen.

6.3. Reparaturen

  • Auswechseln beschädigter Elemente: Austausch von beschädigten Fassadenelementen.
  • Nachbesserungen: Reparatur von Rissen und Abplatzungen.

7. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

7.1. Optimierte Dämmung

  • Dämmmaterialien: Verwendung von hochwirksamen Dämmstoffen wie Mineralwolle oder Polystyrol.
  • Passivhaus-Standards: Erfüllung von Passivhaus-Kriterien durch hochdämmende Fassadensysteme.

7.2. Nachhaltige Materialien

  • Naturbaustoffe: Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen wie Holz.
  • Recycling: Verwendung von recycelbaren Materialien und Wiederverwendung von Baustoffen.

7.3. Solarfassaden

  • Photovoltaik-Integration: Integration von Solarpaneelen in die Fassadenkonstruktion.
  • Solarthermie: Nutzung von Fassadenelementen zur Wärmegewinnung.

8. Beispiele und Fallstudien

8.1. Moderne Glasfassade

Ein Bürogebäude in einer Großstadt mit einer großflächigen Glasfassade:

  • Materialien: Aluminium-Tragkonstruktion mit Isolierglas.
  • Funktionen: Hohes Maß an Tageslichteinfall, Wärmedämmung durch isolierende Glasbeschichtungen.
  • Ästhetik: Modernes, transparentes Erscheinungsbild.

8.2. Fassadendämmung für ein Altbau

Ein Mehrfamilienhaus aus dem 19. Jahrhundert, das energetisch saniert wurde:

  • Materialien: Wärmedämmverbundsystem mit Mineralwolle und Putz.
  • Funktionen: Verbesserte Wärmedämmung und Energieeffizienz.
  • Ästhetik: Erhalt der historischen Fassadenoptik durch passende Putzbeschichtungen.

9. Tipps und Best Practices

9.1. Fachkundige Planung

  • Architekten und Ingenieure: Einbeziehung von Fachexperten für eine solide Planung und Umsetzung.
  • Simulation und Tests: Verwendung von Simulationstools zur Planung der Energieeffizienz und Beständigkeit.

9.2. Materialauswahl

  • Qualität: Auswahl hochwertiger Materialien mit langer Lebensdauer.
  • Kompatibilität: Sicherstellen, dass die Materialien zusammenpassen und gleichmäßig altern.

9.3. Nachhaltigkeit und Umwelt

  • Lokal verfügbare Materialien: Verwendung lokal verfügbarer Materialien zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.
  • Umweltzertifikate: Bevorzugung von Materialien mit Umweltzertifikaten (z.B. FSC für Holz).

9.4. Regelmäßige Wartung

  • Wartungsplan: Erstellung eines regelmäßigen Wartungsplans zur frühzeitigen Identifikation und Behebung von Schäden.
  • Schutzprodukte: Verwendung von Schutzprodukten, die die Widerstandsfähigkeit der Fassade erhöhen.

Fazit

Die Fassade eines Gebäudes ist nicht nur ein zentrales architektonisches Element, sondern spielt auch eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung von Schutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Von der Materialauswahl über die Planung und Konstruktion bis hin zur regelmäßigen Wartung und Instandhaltung gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen. Durch sorgfältige Planung, fachkundige Ausführung und die Verwendung nachhaltiger Materialien kann eine Fassade geschaffen werden, die sowohl ästhetisch ansprechend als auch funktional und langlebig ist.

Zurück zur Übersicht

Jetzt Kontakt aufnehmen

Zögern Sie nicht länger und fordern Sie jetzt eine Beratung an! Füllen Sie einfach das Kontaktformular aus oder rufen Sie uns direkt an. Wir freuen uns darauf, Ihnen weiterzuhelfen!

Ihr Team für Immobilienbewertung Schulze freut sich auf Sie!

Kontaktformular
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner